Rodney MCDonaldKanadische Indianerpolitik heute

Michael Vogt in einem kurzen Original-Interview (englisch) mit Rodney MacDonald, der ehemalige Ministerpräsident von Nova Scotia, über das Erwachen der indianischen Nation und den langen historischen Leidensweg der Nordamerikanischen Ureinwohner.

 

 

Rodney Mac Donald, ein langjähriger Freund Rolf Boumans und ehemaliger Lehrer an indianischen Schulen, sprach viele Jahre mit  ihm über die Probleme der indianischen Ureinwohner in Kanada, speziell Nova Scotia. Als Rolf Bouman die Initative "United Friends" ins Leben rief, wurde MacDonald sofort ein Teil davon. Die liebevolle und respektvolle Freundschaft zwischen Weißen und Indianern ermöglicht seitdem vieles, was vorher undenkbar erschien. Auch nach seiner Amtszeit als Ministerpräsident Neuschottlands bleibt Rodney MacDonald der Initiative von Herzen verbunden. Vieles von dem, was er sich auf die Fahnen geschrieben hatte - Abbau der rassistischen Vorurteile gegen die "Native People" , das Schaffen von beruflichen Möglichkeiten und Bildung für die Indianer und die Förderung der indianischen Kultur sind - nicht zuletzt durch "Friends United" - wahr geworden. Diese Ziele waren auch die Vision von Rolf Bouman, und zusammen mit den mittlerweile prominenten Künstlern haben die beiden Männer viel erreicht.

In den Bildern der indianischen Künstler kommt nicht nur ihr Lebensgefühl und ihre alte Kultur zum Ausdruck, sondern auch ihre Leidensgeschichte, die sie in hundertenvon Jahren zu ertragen hatten, und die nicht nur ihre Kultur, sondern auch fast die Indianer selbst ausrottete. Aber die Kunstwerke zeugen auch von einem neuen Selbstbewußtsein und dem Wissen, ihre Kunst, ihre tiefe Religiosität, ihre Sprache und Kultur im letzten Moment noch retten zu können.

Rodney MacDonald beschreibt, daß ein Umdenken in Bezug auf die Nordamerikanischen Indianer erst seit ein paar Jahrzehnten eingesetzt hat, daß immer noch große Vorurteile existieren, und eine Entschuldigung durch Regierungsbehörden zwar angebracht war, aber die Dinge nicht wirklich geändert hat. Wenngleich die First Nations nun mit öffentlichen Geldern unterstützt werden, muß es doch das Ziel sein, sie aus der Abhängigkeit von öffentlichen Zuwendungen zu befreien und in ein freies, selbstbestimmtes und selbstbewußtes Leben entlassen zu können. Der Schmerz über ihr Schicksal sitzt tief in den Ureinwohnern, umso wohltuender und heilender ist der Respekt, der ihnen und ihrer Kultur in der Initiative "Friends United" entgegen gebracht wird.

"Eine Kultur ohne Sprache ist eine Kultur ohne Seele", sagt Rodney MacDonald, und betont, daß die Förderung der indianischen Sprachen eines der wichtigsten und vordringlichsten Mittel ist, daß die Ureinwohner ihre Kultur erhalten, wiederbeleben und in eine bessere Zukunft führen können. Natürlich, das gibt er auch zu bedenken, wird das, was den Indianern in Jahrhunderten an Mißachtung und Unterdrückung widerfahren ist, nicht in wenigen Jahren wieder gut zu machen sein. Es wird Zeit brauchen, bis diese tiefen Wunden heilen. Doch in der initiative "Friends United" sieht er einen großen Schritt in diese Richtung bereits getan. Rolf Bouman, so MacDonald, sei der Anker und Grundstein dieser Arbeit.

Webseite:

www.friendsunited.ca

   

   

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