RAF - lügt das BKA? War die Ermordung des Generalbundesanwalt Siegfried Buback ein Insidejob?

21. März 2015  Prof. Dr. Michael Buback im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt Am 7. April 1977 werden der damalige Generalbundesanwalt Siegfried Buback und zwei Begleiter von einem Kommando der RAF ermordet. Einen Tag später, am 8. April 1977, präsentiert das BKA drei dringend Tatverdächtige: Günter Sonnenberg, Christian Klar, Knut Folkerts – und das, obwohl die erste TV-Berichterstattung als Todesschützen von einer Frau berichtete.

 


Der Tatort mit den zugedeckten Leichen von Siegfried Buback (rechts hinten) und seines Fahrers (links) sowie der Dienstwagen des Generalbundesanwaltes in Karlsruhe


Von dem, dann auch gerichtlich festgestellten Sachverhalt der drei Täter gingen die Öffentlichkeit und auch die Familien der Opfer drei Jahrzehnte lang aus. Zu Unrecht, wie sich seit 2007 herausstellen sollte.

Im Zusammenhang mit der Begnadigungsdebatte um Christian Klar hat Prof. Dr. Michael Buback, der Sohn des erschossenen Generalbundesanwalt, wissen wollen, wer denn nun ganz konkret die tödlichen Schüsse auf seinen Vater abgegeben hat. Denn außer der „gemeinschaftlichen Tat“ Verurteilte war bislang unklar, wer wirklich konkret geschossen hat.

Bubacks bohrende Fragen und seine Hartnäckigkeit glichen einem Stich ins Wespennest und brachten zahlreiche Ungereimtheiten ans Tageslicht, so daß man heute sagen muß: Ermittler und Justiz haben wissentlich die Unwahrheit gesagt. Doch die Frage ist: Wer deckt die wahren Täter - und vor allem warum?

Eine spannende Kriminalgeschichte – leider nur mir realem Hintergrund.

http://www.fat-web.de/wp-content/uploads/2009/08/fas_buback.jpgZum Buch von Michael Buback „Der zweite Tod meines Vaters“ schreibt die FAZ:

„Doch niemand […] ist auf die Sprengkraft dieses Buches vorbereitet. Es ist erschütternder als ein Krimi, denn es ist die glasklare, durch solide Quellen gestützte Beschreibung eines bis heute andauernden Staatsskandals. Mit einer irgendwie überemotionalisierten Verschwörungstheorie eines trauernden Sohnes hat dieses Werk nichts zu tun. […] Es ist ein weiterer, wichtiger Hinweis auf die immer noch zu wenig erforschten Verbindungen zwischen Linksterrorismus und Geheimdiensten, die in Italien seit Jahren für heftige Diskussionen sorgen. Ist es nicht auch hierzulande längst Zeit für eine Aufarbeitung der jüngeren Geschichte der Dienste? Michael Bubacks Vorwurf darf so nicht stehenbleiben. Es ist unerträglich anzunehmen, heute in Freiheit lebende Personen könnten über Wissen verfügen, das die deutsche Öffentlichkeit fundamental zu erschüttern vermochte.“ (Nils Minkmar FAZ)

Dreißig Jahre nach dem Mord an seinem Vater, Generalbundesanwalt Siegfried Buback, stellt Michael Buback fest, daß vieles an der offiziellen Version über das Attentat nicht stimmt. Er beginnt eine akribische Suche nach der Wahrheit, studiert die wenigen ihm zugänglichen Akten und spricht mit Augenzeugen und damaligen Ermittlern. Der Fall schlägt hohe Wellen in den Medien, neue Fakten kommen ans Licht und bald werden die düsteren Ahnungen für Michael Buback zur Gewißheit: Die wahren Mörder seines Vaters wurden nie angeklagt, woran auch der spätere (Pseudo-)Prozeß gegen Verena Becker nichts änderte.


Publikation:
Michael Buback, Der zweite Tod meines Vaters

 

 

 

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