Neues aus dem Propaganda-Märchenland

14. Juni 2016 (Redaktion, Bild: Stefan Jagsch auf dem offiziellen NPD-Plakat) Es ist nur eine kleine Randnotiz, aber entlarvend. Die Frankfurter Rundschau, ein bekannt linkssoziales Medium, berichtete am 21. März, daß syrische Flüchtlinge einen verunglückten NPD-Kandidaten aus seinem Unfallwagen gerettet haben. Die Meldung ist kurz, hinterläßt aber den Eindruck, die syrischen Flüchtlinge hätten den verletzten Mann gerettet. Der Gedanke entsteht, Ausländerfeind und NPD-Mitglied Stefan Jagsch sei nobel und edel von genau denen gerettet worden, die er ablehnt und verfolgt.

Daß genau dieser Effekt gewollt war, bestätigt die Frankfurter Rundschau in einem beigeordneten Kästchen un dem Text: "Dass ein NPD-Politiker von Flüchtlingen gerettet wird, weckt bundesweit Interesse und zynische Heiterkeit in den sozialen Netzwerken. Der hessische Parteichef Fiedler bezeichnet die Hilfe der Syrer als „wohl eine sehr gute, humane Leistung“."

Aus der Meldung der "Frankfurter Rundschau"

"Stefan Jagsch, Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD in Altenstadt (Wetteraukreis), erleidet mit seinem Wagen einen schweren Verkehrsunfall. Erste Hilfe kommt von syrischen Flüchtlingen, die zufällig am Unfallort vorbeifahren."

Diese schöne Geschichte wurde von mehreren Medien ungeprüft übernommen.

Das Ganze hat nur so nicht stattgefunden.

Ramin Peymani von der Internetzeitung "Die freie Welt" kam auf die bei Mainstreammedien anscheinend ganz ungewöhnliche Idee und hat kurz recherchiert. Das war offenbar gar nicht schwierig:

"Ich war überrascht von der Bereitwilligkeit, mit der die von mir kontaktierten Vertreter der  beteiligten Einsatzkräfte sowie die Mitarbeiter der Behörden Auskunft gaben."

Das Ergebnis:
"Zum Zeitpunkt des Unfallgeschehens am Morgen des 16. März 2016 befuhren auch zwei Busse mit Asylbewerbern der Erstaufnahmeeinrichtung in Büdingen die Bundesstraße 521. Einer der Busfahrer stieg aus, um am verunglückten Fahrzeug zu sehen, was getan werden könne. Er rief seinen Kollegen zu sich, um ihm zu helfen, den verunglückten Fahrer loszuschnallen und aus dem Auto zu befreien. Später stiegen auch einige Asylbewerber aus den Bussen und traten hinzu."

Die Asylbewerber haben sich also nicht um den Verunglückten gekümmert, sondern die beiden Busfahrer.

Der Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen, auf dessen Auskunft sich die Frankfurter Rundschau beruft, sagt auf Nachfrage Peymanis:

"Die Rundschau beruft sich in ihrer Darstellung von den syrischen Rettern auf einen Feuerwehrmann, der jedoch – wie er mir mitteilte – lediglich gehört hatte, wie ein Dolmetscher auf Befragen durch einen Sanitäter angab, der Fahrer sei losgeschnallt worden."

 

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