Screenshot outubeAsyllobby killt: PR-Aktion für offene Grenzen führt zu drei Toten

18. März 2016 (von Tino Perlick) Drei Ertrunkene und mehrere Verletzte gehen auf das Konto von deutschen und österreichischen No-Border-Aktivisten, die auf Flugblättern zum illegalen Überqueren der griechisch-mazedonischen Grenze aufgerufen hatten. Kamerateams sollten die Aktion zuschauergerecht filmen.

 


Verzweifelte Lagerbewohner marschieren zu Fuß nach Mazedonien, durchbrechen Polizeisperren, ertrinken in reißenden Flüssen - oder werden festgenommen, wenn sie lebend drüben ankommen: Die Situation in Nordgriechenland ist dramatisch; und der Zustrom über die Ägäis reißt nicht ab.


Nach Schätzung griechischer Medien hatten in der Nacht zum Montag rund 1.400 Menschen ihre Flüchtlingscamps in Richtung mazedonisches Staatsgebiet verlassen. „Geschlossene Balkanroute: Flüchtlinge ertrinken in mazedonischem Grenzfluss“, betitelte Spiegel-Online die Nachricht über den dabei erfolgten Tod zweier Männer und einer Frau aus Afghanistan. Blut an den Händen hat aber nicht für die Grenzpolitik verantwortliche mazedonische Regierung, sondern deutsche und österreichische No-Border-Aktivisten.

Diese hatten vorher via auf Arabisch verfassten Flugzetteln zum illegalen Grenzübertritt angestiftet. „Wir haben in unseren Händen Flugblätter, die zeigen, dass das eine organisierte Aktion war“, sagte der Sprecher des Krisenstabes für die Flüchtlingskrise in Athen. Und die österreichische Krone zitiert aus österreichischen Polizeikreisen: „Die Flüchtlinge wurden bei diesem Marsch in Idomeni bewusst in Lebensgefahr gebracht – und auf der anderen Seite des Flussufers warteten TV-Teams und Journalisten.“ Mazedonische Einsatzkräfte hatten beim Fluss circa 30 wartende Journalisten verhaftet. Auch eine Wienerin, die laut Krone bis vor kurzem bei der Grünen Bildungswerkstatt arbeitete, wurde in Gewahrsam genommen. Die Grünen dementierten Gerüchte, dass es sich dabei um ein Parteimitglied handele.

 

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Nach Übersetzungen der österreichischen Zeitung Krone steht auf den verteilten Flugblättern zu lesen: „Wer bleibt, wird in die Türkei gebracht. Wer ungesetzlich nach Europa weitergeht, kann dann in Deutschland bleiben. Das Lager in Idomeni kann in den nächsten Tagen geschlossen werden – und ihr werdet gezwungen, in die Türkei zu emigrieren.“
Die Flugblätter geben konkrete Anleitungen für den Durchbruch:
„1. Wer seinen Weg ungesetzlich nach Europa geht, sieht einen doppelten Zaun – er soll euch täuschen, dass die Grenze geschlossen ist. Aber nach fünf Kilometern gibt es keinen Zaun, sondern offene Wege nach Mazedonien.
2. Es kann sein, dass euch die Armee oder Polizei zwingt, nach Griechenland zurückzukehren.
3. Wenn ihr euch auf gewissen Punkten zu Tausenden sammelt, kann euch niemand zwingen, zurückzugehen.
4. Treffen wir uns am Montag um 14 Uhr, dann kann weder Militär noch Polizei euch stoppen.“
Am Ende folgt der Hinweis, sich nicht mit dem Flugblatt erwischen zu lassen: „Die Infos vernichten, damit sie nicht in die Hände von Armee, Polizei oder Journalisten fallen. Gezeichnet: Kommando Norbert Blüm.“ (Blüm hatte in der Nacht zuvor die Camps besucht und kritisierte die Situation. Laut BILD wurde er mit „Thank you, Germany“-Rufen begrüßt. Die Aktivisten missbrauchen den Namen des Ex-CDU Arbeitsministers für ihre anarchistischen Zwecke.)

No-Border-Aktivisten nutzen die sogenannte Flüchtlingskrise zur Durchsetzung ihrer Utopie einer grenzbefreiten Einheitswelt. „Fuck your racist borders“ – „f**kt eure rassistischen Grenzen“, steht in Sprühfarbe auf diversen Wohncontainern in Idomeni. „Das haben nicht die Flüchtlinge geschrieben“, zitiert die Welt Bewohner des Lagers. Jeder Tote in der Ägäis dient ihnen als Druckmittel gegen die Politik, die Grenzen nieder zu reißen. Schon vor Wochen kursierte die Meldung, dass sie Bolzenschneider zum Durchschneiden der Grenzzäune verteilen. Mit der letzten Aktion in Idomeni gingen sie nun erstmals selbst über Leichen. Nicht auszudenken, welch ein Aufschrei durch die Medien gegangen wäre, wenn ein mazedonischer Grenzwächter einen Asylanten beim illegalen Grenzübertritt auch nur angeschossen hätte.

Die Menschen sind denen und denen, die sie sponsern, nichts wert. Zur Umsetzung der eigenen rassistischen Ideologie von der Abschaffung des eigenen Volkes, werden Menschen belogen und Männer, Frauen und Kinder kameragerecht durch eiskalte Flüsse getrieben. Unsere Bundeskanzlerin und alle humanitätsheuchelnden Betroffenen machen sich hier mitschuldig und treiben diese Abschaffung voran. COMPACT wird die Hintermänner dieser abscheulichen Aktion recherchieren und Sie informieren.

 

Ebenfalls interessant dazu: http://www.krone.at/Welt/Fluechtlinge_bewusst_in_den_Todesfluss_geschickt-Chaos_in_Idomeni-Story-500798

   

   

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