Bericht aus der Ukraine 31

07. März 2016 (von unseren Quellen aus der Ukraine)  Die Situation in der Ukraine verbessert sich nicht. Wie wir bereits berichteten, steht das vom Westen installierte Kiewer Regime vor seinem Zusammenbruch. Zur Zeit kämpft in Kiew jeder gegen jeden, um sich noch zu sichern, was zu kriegen ist. Denoch verdichtet sich der Eindruck, daß die USA ihre Marionetten am liebsten baldmöglichst fallen ließe - wenn nicht die extreme Rechte dann offen an ihre Stelle treten würde, bevor die USA ihre neue Mannschaft beisammen hat. Man kann die gespannte Stimmung unter den Darstellern der US-gesteuerten Regierungsmannschaft mit Händen greifen.


Mitte Februar war es bereits fast soweit. Fünf Minister der Kiewer US-Marionettenregierung erklärten ihren Rücktritt. Jazenjuk sollte einen Rechenschaftsbericht über „die Erfolge“ der Putschisten ab 2014 abgeben. Nach diesem Rechenschaftsbericht sollte eine Abstimmung über die Absetzung Jazenjuks erfolgen. Ziel: Die extrem rechten Parteien und Kräfte wollten damit an die Hebel der Macht
Die Tage zwischen den Rücktrittsankündigungen der Minister und der Parlamentsdebatte über die Absetzung Jazenjuks erinnern an den Maidan 2013/14:  Minister der EU-Staaten, natürlich auch Steinmeier an vorderster Front, fielen mal wieder wie die Heuschrecken in Kiew ein, um die „eingesetzte Truppe in Kiew“ wieder auf Kurs zu bringen.

So, wie gemunkelt wird, waren mal wieder etliche Millionen erforderlich, damit die Herren Minister der Junta ihre Rücktrittsabsichten zurücknahmen und Abgeordnete der Radikalen Parteien vor der Abstimmung über die Absetzung Jazenjuks den Parlamentssaal verlassen sollten.

Bis auf den mit der ukrainischen Staatsbürgerschaft versehenen litauischen Wirtschaftsminister nahmen alle anderen Minister ihre Rücktrittserklärungen zurück und die Abgeordneten der radikalen Parteien verliessen vor der Abstimmung den Parlamentssaal, so daß die erforderliche Mehrheit für die Absetzung Jazenjuks vorerst nicht erreicht wurde.
Eine Absetzung Jazenjuks zu dem vom Parlament anberaumten Termin kam wohl für „ die Demokratiebringer“ etwas zu früh, da man noch über den Nachfolger von Jazenjuk streitet. Mac Cain wollte wohl seinen „Zieh-Sohn Saakashwilli“ als neuen Premieminster durchsetzen, was wohl nicht so gelang, da ebenfalls die von den USA eingesetzte Amerikanerin, Finanzministerin Jareskova, anscheinend auch ihre „Gönner“ in den USA hat.
Im Moment sieht es wohl so aus, daß zumindest der neue Premierminister schon feststeht, da nach unbestätigten Berichten Jazenjuk in seinen Rücktritt eingewilligt hat. Das ist die Demokratie, die der Westen der Ukraine gebracht hat.

Maidan 3 hatte Mitte Februar sichtbar seinen geplanten Anfang genommen. Doch es gibt einen grundsätzlichen Unterschied: Diesmal kommen die Demonstranten nämlich tatsächlich aus dem ukrainischen Volk und sind keine vom Westen bezahlten Protestierer und Krawallmacher. Bei der Kiewer Junta scheint die Angst umzugehen. Mit Hochdruck werden die unterirdischen Tunnelgänge des Parlamentes auf Vordermann gebracht und mit weiteren U-Bahn Stationen verbunden. Die Fluchtwege sollen einsatzbereit sein.
Der Maidan wurde mittlerweile von Kämpfern der  Radikalen, Rechter Sektor und Swoboda, mit Gewalt geräumt. Am 26. Februar wurde das letzte Zelt auf dem Maidan niedergerissen.

Es ist kaum vorstellbar, aber die Lebensbedingungen für die Ukrainer werden stetig unerträglicher, obwohl die Menschen seit Monaten der Überzeugung sind, dß es "schlimmer nimmer" geht. Doch die Inflation beschert täglich steigende Preise, auch für lebenswichtige Grundnahrungsmittel. Bei Waren, die nicht zur Grundversorgung gehören, sind die Preise in US-Dollar angegeben. Mit der ukrainischen Grivna ist nur noch wenig überhaupt zu kaufen.
Für die Kiewer US-Regierung wird es schwierig, das Volk „bei Laune“ zu halten.

Da hilft nur, die Schuld auf "die Russen" zu schieben. Die Hetze gegen Rußland wird als Mittel eingesetzt, um die Wut des Volkes von der Regierung weg auf "die Russen" zu lenken:
Wieder einmal wird die Mär verbreitet, Rußland sei im Donbass einmarschiert und liefere weiter Waffen, getarnt als humanitäre Hilfe an die „Rebellen“. Oder: Rußland beschieße angeblich wieder ständig die von Kiew okkupierten Gebiete der Ost- und Südukraine. Gerne wird auch wieder aufgewärmt, Rußland habe die Krim okkupiert und Poroschenko erklärt nun plötzlich den Ukrainern, daß die Vorbereitung zur Rückeroberung der Krim laufen und die Krim noch in diesem Jahr wieder zur Ukraine gehören werde.
Uns wenn schon Märchenstunde ist, läßt man sich auch nicht lumpen: Darüberhinaus soll dieses Jahr der Donbass zurück erobert werden.
Leider gibt es in der Westukraine noch sehr viele, die diesen Schwachsinn glauben.

Totalitäre Regime arbeiten immer mit denselben Mitteln. Denunziation ist eines davon. Die Ukrainer sind aufgerufen, Lokale dem ukrainischen Geheimdienst SBU zu melden, in denen russische Musik gespielt wird. Dies wird nun als Straftat „Landesverrat“ gewertet.

Auf der anderen Seite ist von den Radikalen ein Gesetzentwurf eingebracht worden, daß die Ukraine das “wahre Rußland“ sei und die russische Förderation dürfe sich laut dieser Begründung nicht Rußland nennen. Nach dem Willen der Radikalen soll die Ukraine in Rußland umbenannt werden.Wer das heutige Rußland als “Rußland“ bezeichnet, macht sich nach dem Willen der Radikalen dann ebenfalls des Landesverrates strafbar.

https://dninews.com/sites/default/files/styles/282x211/public/field/image/1386017215.jpg?itok=oPgOyLaPIn der Nacht von Samstag auf den gestrigen Sonntag tauchten Männer in Camouflage-Anzügen und mit Baseballschlägern bewaffnet vor der russischen Botschaft in Kiew auf. Sie schlugen auf die Autos der Botschaftsangehörigen ein und verursachten beachtlichen Sachschaden. Außerdem wurden Knallkörper auf das Gelände der russischen Botschaft geworfen. Die Angreifer waren bestens ausgerüstet. Das Sicherheitspersonal der Botschaft der russischen Föderation feuerte einige Warnschüsse in die Luft ab. Unter den Angreifern waren erkennbar Mitglieder des Rechtsextremen Bataillons AIDAR. Der Zaun um das Botschaftsgebäude wurde stark beschädigt, es gingen Fensterscheiben zu Bruch. Die Polizei kam zwar hinzu, machte aber keinerlei Anstalten, die Angreifer zu verhaften. Ers nach einer Weile tauchte die Nationalgarde auf und drängte die Angreifer von der Absperrrung um das Botschaftsgebäude weg.
Einigen Quellen zufolge soll das ein Protest gegen den Prozeß gegen Nadeschda Sawchenko sein, die zur Zeit in Rußland vor Gericht steht.

 

 

   

   

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