Jahresrückblick 2015

28. Dezember 2015 (von Jean Taulier) Jahresrückblick ... Sollte man wirklich zurückblicken? Wer die Städte Sodom und Gomorra verließ und zurückblickte, erstarrte zur Salzsäule. Selbst wenn es sinnvoll wäre und wir drehen uns um, was würden wir sehen? Sehr einfach, immer dasselbe.

Regierungen, die das Recht mißachten und ihre Macht mißbrauchen.
Korruption allenthalben. Sinnlose Attentate und Ermordung von Menschen. Zerstörung von Kulturen, Vertreibung, Flucht.
Konflikte zwischen Juden und Palästinensern, Sunniten und Schiiten, Moslems und Christen, Europäern und Zuwanderern, Kurden und Türken, USA und dem Rest der Welt, dem "Westen" und den BRICS-Staaten ...

Wild gewordenen Kasinokapitalismus. Die Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt. Grassierende Ausbeutung und Verarmung der Menschen überall. Schamlosen, wuchernden Reichtum sehr Weniger. Die Auflösung von Staatengemeinschaften. Regime-Changes allenthalben. Gewalt auf den Straßen. Kinder die ihre Lehrer und Mitschüler ermorden. Parallelgesellschaften.

Zusammenbruch der Machtkontrolle. Die Überforderung der Politik.
Internationale Konferenzen, die keine Ergebnisse hervorbringen.

Ausgrenzung und Abgrenzung. Kriminalisierung und Stigmatisierung Andersdenkender bis hin zur Existenzvernichtung oder Mord.
Egoismen soweit das Auge reicht und darüber hinaus. Bildungschaos. Bevormundung. Krieg und Gewalt. Hungerende Menschen.

So wird der Rückblick zur Vorschau.

Lösungen gibt es keine. Die Aufgabe ist zu komplex. Keine der großen Religionen kann etwas ändern oder gar verhindern. Parteien haben sich ebenso untauglich erwiesen.
Im Prinzip verwalten und befeuern die Religionsgemeinschaften, die Parteien und die globalen Konzerne das Spiel um Macht und Gier.
Die Argumente sind auch nicht neu. Der Mensch hat einen freien Willen. Wir „schützen die Freiheit“, in dem wir sie abschaffen.
Wir wissen es alle. Jeder schlaue Gedanke, jedes angestimmte Klagelied verhallt wirkungslos.

Schutz und Glück gibt es nur in der Familie. Doch die wird (deshalb) gerade auch abgeschafft. Genderdebatten, Kleinkinder, die schon im Alter von sechs Monaten der Mutter entzogen werden und in die Kinderkrippe geschafft werden, damit auch die Mütter zur Steigerung des Bruttosozialprodukts beitragen können. Schließlich brauchen wir Wachstum, um die Schulden des Staates bei den Banken und Kapitalmärkten bedienen zu können.
Die Opfer werden zur Finanzierung ihrer Versklavung herangezogen. Die Täter wollen doch für ihre Verbrechen bezahlt werden. Diäten und Pensionen sind dreimal höher gestiegen, als die Renten.

Was ist neu an der Erkenntnis, daß es Schafe und Wölfe gibt?

Wer nicht freiwillig zur Schlachtbank geht, der wird mit Gewalt gezwungen. Widerstand wird verboten und zieht harte Strafen nach sich.
Wer sich beschwert, wird als Brandstifter, Rechtspopulist und Verschwörungstheoretiker stigmatisiert. Schlimmstenfalls kommt er ins Gefängnis oder in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie, finanzielle Vernichtung inklusive.

Das Geschäftsmodell hat aber eine Sollbruchstelle. Wenn der Einzelne das System nicht mehr legitimiert. Das geschieht zum Beispiel durch sinkende Wahlbeteiligungen, durch konsequenten Konsumverzicht, durch bewußtes Leben in der Familie und im Freundeskreis, durch Zusammenhalt, durch Vermeidung von Schulden, Verbindlichkeiten. Durch Rückzug aus diesem System. Der Zusammenbruch der Finanzsysteme spült das System ebenfalls weg.
Die Lebensmittel werden knapp, es kommt zum Bürgerkrieg um die Ressourcen.

Vertreter eines fundamentalistischen Islam wollen in Europa ein grundsätzliches Verbot von Alkohol durchsetzen. Brauereien und Winzerbetriebe werden geschlossen und verboten. Schnapsbrennereien sowieso.
Rauchen darf ohnehin niemand mehr.
Prohibition überall. Alles was irgendwie im Verdacht steht, der Lebensfreude Ausdruck zu verleihen, wird verboten und abgeschafft.
Sex wird von den einen verteufelt und als Sünde verboten, von den anderen als beliebiges Konsumgut in jeder denkbaren Variation angepriesen und verkauft. Immer ohne Rücksicht auf die Seele und Gefühle.


Ich finde, das Jahr 2016 wird uns in der Bestätigung unserer Erwartungen nicht enttäuschen.

Aber wir, WIR können uns ändern und für ein solidarisches Miteinander entscheiden. Dann ändert sich auch alles andere.


Happy New Year!

 

   

   

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