Bericht aus der Ukraine 24

27. Dezember 2015 (von unseren Quellen aus der Ukraine) Von Weihnachtsfrieden kann in der Ukraine keine Rede sein. Beschuß und Bombardierungen in der Ostukraine bescheren der dortigen Bevölkerung ein Weihnachten von Angst Schrecken und Tod. Aber auch im von den USA regierten Westen brauen sich finstere Wolken zusammen. Die Bevölkerung wird zwar nicht bombardiert, aber muß mit immer drückenderen Abgaben, Preiserhöhungen und Mangelsituationen rechnen. Das goldene Zeitalter, das der "Westen" bringen sollte, läßt noch lange auf sich warten.

Für die Ostukraine wurde ab 23.12.  00.00 Uhr bis zum Neujahrstag eine Waffenruhe vereinbart, dennoch geht der Beschuß der Kiewer Truppen auf den Donbass unvermindert weiter. Die geplagten Städte Donetzk und Gorlowka wurden auch über die Weihnachtsfeiertage unbarmherzig gequält und lagen in der Nacht vom 24. auf den 25.12. unter massivem Beschuß. Am 25.12. lag auch Spartak wieder unter unter Granatenbeschuß. Das Schießen mit schweren Waffen und Artillerie begann schon um 7.00 Uhr morgens.
Die ostukrainische Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten in der Ostukraine wird erbarmungslos weiter terrorisiert, im günstigsten Fall verhaftet und verschleppt.
Wie die älteren Leute, die noch den 2. Weltkrieg als Kinder erlebt haben, berichten, ist selbst die deutsche SS oder SA nicht so brutal gegen die Zivilbevölkerung vorgegangen wie die Kiewer US-Regierung.
Die US-Vasallenregierung in Kiew zieht immer mehr Militärtechnik an der gesamten Frontlinie zusammen.

Der Rechte Sektor und so genannte Maidan-Radikale wollten in der Stadt Energodar eine "Lustration" (das Entfernen von mißliebigen Amtsträgern) von örtlichen Abgeordneten durchführen.
Sie stellten vor dem Rathaus mehrere Mülltonnen auf, in die sie die Stadträte, mit dem Aufruf, diese zu lynchen, stecken wollten.
Es lief allerdings für die Faschisten nicht so ganz nach Plan. Einer der Stadträte kam nämlich in Militäruniform und mit einer Maschinenpistole bewaffnet zum Rathaus und eröffnete
das Feuer auf die faschistischen, ukrainischen "Freiwilligentruppen". Die Helden der überlegenen, reinen ukrainischen Rasse gaben umgehend Fersengeld.
Es wurde zwar niemand verletzt, die Faschisten riefen allerdings die Regime-Polizei zu Hilfe, die den Stadtrat entwaffnen mußte.

Das Video zeigt die Verhandlung der Polizei mit dem unerschrockenen Stadtrat zur Abgabe der Waffe. (Überflüssig anzumerken, daß hierzulande diese mutige Tat gegen "Gewalt gegen Rechts", gegen Mißachtung der Demokratie und gegen Rassismus nicht gefeiert werden wird, nicht einmal erwähnt. Auch nicht von den doch ach-so tapferen Antifanten. Wahrscheinlich, weil das nicht im Sinne der Regierung ist, die die Antifa immerhin finanziert. Und wer zahlt, der schafft bekanntlich auch an.)


In den ukrainischen öffentlichen Medien wird fast nur noch über eine neue bevorstehende Offensive gegen den Donbass berichtet. Immer und immer wieder werden die abgedroschenen Lügen und längst totgeprügelten Hunde wieder aus der Versenkung gezogen, um auf's Neue drauf einzuschlagen: Die Offensive sei notwendig, um die russische Armee aus der Ukraine zu vertreiben.

Die Propaganda bezüglich der Krim erreicht auch wieder neue Höhepunkte. Seit dem Abschuß des russischen Militärflugzeuges durch die Türkei arbeitet die Kiewer Regierung getreu dem Motto "der Feind meines Feindes ist mein Freund" intensiv mit der Türkei zusammen. Die Türkei beliefert die „Kämpfer des Rechten Sektors“ mit Ausrüstung wie Waffen und Kleidung.

Da die Lebensmittelblockade gegen die Krim durch die Ukraine keine Wirkung zeigt, mit der Stromblockade auch nichts mehr zu erreichen ist, wird nun eine Seeblockade gegen die Krim geplant. Die Türkei (im Auftrag der NATO?) will den Putschisten in Kiew Technik für die Seeblockade liefern. Wahrscheinlich wird auch dieser Schuß wieder nach hinten losgehen.

Seit die Krim wieder zu Rußland gehört, planten Türkische Firmen, Investitonen auf der Krim für ca. 5 Mrd. Dollar vorzunehmen, hauptsächlich im Tourismussektor. Alle Projekte wurden jetzt vom Parlament der Krim, unter Absprache mit Moskau gestoppt.
Offenbar hat weder die Krim noch Moskau Interesse daran, sich die Türken auf die Krim zu holen.

Der Hintergrund für die heftige Propagandaschlacht in der Westukraine dürfte die drohende Staatspleite sein.
Um die nächste Tranche für den IWF Kredit zu bekommen, wurde am Donnerstag auf Druck des IWF der Haushaltsplan 2016 durch das Parlament gepeitscht. Den Abgeordneten der Rada war der in der Nacht vor der Abstimmung überarbeitete  Entwurf des Haushaltsplanes überhaupt nicht bekannt gewesen. Den Abgeordneten wurde die Änderungen inschriftlicher Fassung nicht ausgehändigt. Sie wußten gar nicht, worüber sie abstimmten.
Übrigens: Nicht nur IWF-Kredite, auch die weiteren EU-Kredite
hängen vom Haushaltsplan ab.

Ob der Haushaltsplan und die Steuererhöhungen den Vorstellungen der Gläubiger entspricht, ist bisher nicht bekannt. Die Parlamentsabgeordneten wurden bereits darüber informiert, daß eventuell in der letzten KAlenderwoche der Haushaltsplan noch nachgebessert werden müsse.
Bisher „sickerte“ durch, daß die Tabak-, Benzin- und Alkoholsteuer um 30% angehoben wird. Um wieviel Prozent sich die Energie wieder verteuern wird, ist noch nicht bekannt. Auch wurde nichts über die Einsparungen im Sozialbereich  bekannt. Die Sozialausgaben wurden drastisch reduziert.
Löhne und Renten sollen um 12 % erhöht werden, allerdings wird die Inflationsrate bei 30% + liegen. Das bedeutet unterm Strich einen weiteren, schmerzhaften Einkommensverlust für die West-Ukrainer.

Lediglich die Lohnsteuer wurde auf 22% gesenkt. Da aber nur die Bediensteten im öffentlichen Dienst sowie Arbeiter und Angestellte von Staatsunternehmen „offiziell“ arbeiten (und überhaupt Steuern zahlen) ist dies für die Ukrainer unerheblich. Die  Privatwirtschaft ist fast zur Gänzer zur Schattenwirtschaft geworden. Nur so funktioniert das Leben überhaupt noch halbwegs. Andererseits bedeutet das aber auch, daß Steuererhöhungen und Einsparungen nur Augenwischerei sind, weil es nur einen kleinen Bruchteil des tatsächlichen Lebens betrifft.

Seit dem Putsch 2014 sind die Energiekosten für Gas und Strom um 700% gestiegen.
Allein in 2015 erhielt die Ukraine vom IWF und der EU Kredite in Höhe von 10 Mrd. Dollar. Alle finanzierten Programme waren ein „Schuß in den Ofen“. Die Gelder sind in dunklen Kanälen verschwunden, sprich Korruption der vom Westen installierten Regierung, die das Geld beiseite geschafft
hat.

Es wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das ausländischem Militär ab 2016 erlaubt, an Manövern der ukrainischen Armee teilzunehmen. Man darf dreimal raten, welches Militär das in der Hauptsache sein wird. Tatsächlich bedeutet das aber keinen großen Unterschied. Jeder in der Westukraine weiß, daß die Amerikaner und ihre Söldner überall mitmischen.

Die Proteste der Bevölkerung in der Westukraine werden immer verbissener. Die Bergarbeiter, welche die Grenzübergänge für LKW`s nach Polen blockiert haben, wollen die Blockade erst aufheben, wenn die ausstehenden Löhne gezahlt sind. Seit Mai haben die Bergarbeiter überhaupt keinen Lohn mehr bekommen und davor, von Frühjahr 2014 bis April 2015 lediglich die Hälfte ihres Lohns erhalten.

Seit Anfang der Woche werden in der Westukraine in Richtung der polnischen Grenze massiv Militäreinheiten mit Panzerfahrzeugen zusammen gezogen.
Auf den Transitstrecken in der Westukraine sind ebenfalls die Posten mit Scharfschützen verstärkt worden.
Man kann über den Grund nur spekulieren. Eventuell will die Kiewer US-Regierung für  gegen einen Volksaufstand
Anfang Januar vorbereitet sein. Wenn ab 1.1.2016 die Steuer- und Preiserhöhungen in Kraft treten, dürfte es zu massiven Unruhen kommen.
In den Geschäften und Supermärkten haben die „Hamstereinkäufe“ seit Tagen begonnen.

   

   

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