Bericht aus der Ukraine 22

14. Dezember 2015 (Redaktion) Es war eine Weile ncht möglich, Kontakt in die Ukraine zu bekommen. Hier gibt es wieder neue Informationen. Daß wir aufgrund der immer brisanter werdenden Weltereignisse nicht mehr so sehr mit dem Fokus auf der Ukraine sind heißt nicht, daß da Ruhe eingekehrt ist. Um von den immer grösser werden Problemen in der Bevölkerung abzulenken, wurden die Monate Oktober und November  in der Westukraine von massiver Kriegshetze gegen Russland geprägt. Poroshenko liess keine Gelegenheit aus, um Russland als Kriegstreiber und Agressor darzustellen.

Westukraine/Kiew
Die Sabotage-Akte gegen die Krimbevölkerung liefen schon monatelang, Anfang November wurden sogar Strommasten im Raum Xerson gesprengt und die Krim stand ohne elektrische Energie da. Auf der Krim wurde der Notstand ausgerufen, Krankenhäuser konnten mit Notstromaggregaten versorgt werden, die Krimbevölkerung war täglich mehrere Stunden ohne elektrischen Strom, es gab aber genug, um die stromlosen Stunden zu überstehen. Rußland reagierte außreordentlich rasch und fing sofort mit Bautätigkeiten an. Bereits Anfang Dezember war das erste Versorgungskabel mit russischem Strom für die Krim betriebsbereit. Das zweite Kabel wird bis ca. 20.12. in Betrieb gehen und somit ist die Krim ab diesem Zeitpunkt unabhängig von ukrainischem Strom. Für die Ukraine bedeutet dies, daß die Krim als Energiekunde verloren ist und somit entgehen Kiew Einnahmen von ca. 2 Mrd. USD im nächsten Jahr.

Als Antwort auf den Terroranschlag durch Kiew auf die Stromversorgung für die Krim drosselte Rußland und auch der Donbass die Kohlelieferungen für die West-Ukraine. Damit hat sich Kiew wieder ein „Selbsttor“ geschossen, denn in der Ukraine herrscht nun akuter Kohlemangel, um die Kraftwerke zu betreiben und die Stromversorgung der Bevölkerung einigermaßen zu gewährleisten. Energie ist schon lange ein Riesenproblem in der westlichen Ukraine und die verrückten Preise für Strom und Gas sind Hauptgründe (neben den Kriegsschäden und Opfern) für die Wut weiter Teile der Bevölkerung gegen Kiew.
Rußland liefert Kohle an die Ukraine - aber nur gegen Vorauszahlung, was der bankrotten Ukraine nur bedingt möglich ist. Wann wieder die volle Belieferung mit Kohle für die Ukraine anläuft, ist derzeit noch unklar. Der Donbass wird erst dann wieder Kohle liefern, wenn Kiew die Lieferungen der letzten Monate bezahlt hat.

Poroshenko läßt derweil keine Gelegenheit aus, um den Ukrainern zu versichern, daß die ukrainische Regierungs-Armee die Krim wieder zur Ukraine zurückholen wird. Der neueste Propagandagag von Poroshenko ist zu erklären, Rußland deportiere
Menschen aus Sibirien auf die Krim.

Trotzdem nehmen in der Westukraine die Protestaktionen der Ukrainer zu. Fernstraßen werden blockiert und zur Zeit werden von den westukrainischen Bergarbeitern Grenzübergänge zu Polen blockiert. Die Bergarbeiter wollen die Blockade erst wieder auflösen, wenn Kiew die rückständigen Löhne bezahlt hat. Die Bergarbeiter haben seit Monaten keine Lohnzahlungen bekommen.

Der von den USA eingesetzte Gouverneur für den Oblast Odessa, Saakashwilli geht derzeit massiv gegen Jazenjuk vor. Er beschuldigt ihn der Korruption und hat seinen Rücktritt gefordert.  Saakashwilli versucht darüberhinaus, von der Ukraine aus einen Putsch in Georgien zu inszenieren. Die Putschpläne flogen aber auf. Der amtierende Präsident Georgiens hat daraufhin Saakashwilli die georgische Staatsbürgerschaft aberkannt. Dieser scheint ganz offensichtlich mit Rückenwind der Amerikaner zu operieren. Jedenfalls steht er in der Ukraine im Ruf, eine Marionette der USA zu sein, was allerdings Jazenjuk auch ist.
Es sieht ganz so aus, als ob die USA Jazenjuk fallen lassen. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Ukraine hat diese Woche ein Korruptionsverfahren gegen Jazenjuk eingeleitet. So etwas würde niemals passieren, wenn "Jatz" noch der Liebling der USA wäre. Es geht bei der Anklage um 90 Millionen Dollar einer Chemiefirma in Odessa. Die Gelder sind verschwunden und nach ersten Ermittlungen ist der Premierminster Jazenjuk in die Korruption verwickelt.

Ostukraine/Donbass
Im Donbass waren die Monate Oktober/November relativ ruhig. Wohnsiedlungen, Krankenhäuser, Altenheime wurden nicht beschossen, eine Erholungspause für die terrorisierte Bevölkerung. Man versuchte zwar immer, durch provokativen Beschuß die Donbassarmee zur Feuererwiederung herauszufordern, was aber nicht gelang.

Dafür ist aber die Zivilbevölkerung der von Kiew besetzten Gebiete der Ostukraine einem unbeschreiblichen Terror ausgesetzt. Die Menschen werden aus ihren Häusern vertrieben, Plünderungen, Raub, Erpressung, Verhaftungen sind an der Tagesordnung. Die Musterdemokratie aus Kiew tritt mit Billigung aus Washington jedes Menschenrecht mit Füßen und läßt weiterhin die faschistischen Bataillone wüten.
Die Söldner der faschistischen Freiwilligenbataillone verkaufen, in Zusammenarbeit mit der Polizei (geklautes) Holz, natürlich ohne Belege an die Bevölkerung. Ist das Holz geliefert, taucht die Polizei auf, konfisziert das Holz und gegen eine entsprechend hohe Zahlung an die Polizei wird die Sache nicht weiter verfolgt. So kann man gleiches Holz unzählige Male verkaufen.

Am 7. Dezember stattete Biden in Kiew wieder einmal einen Besuch ab. Mehrere tausend Demonstranten empfingen ihn mit Transparenten wie „ Ami go home“.
Biden lobte „ den Rückgang der Korruption“. Er vergaß allerdings zu erwähnen, daß sein Sohn Hunter Biden bereits tief in die allgegenwärtige, ukrainische Korruption verstrickt ist. Es geht um 23 Mio. USD , die bei dem staatlichen Gasversorgungsunternehmen verschwunden sind, wo Hunter neben dem ehemaligen polnischen Präsidenten Kwashnewski im Vorstand sitzt. Das ist in der Bevölkerung auch bekannt, und umso kopfschüttelnder nimmt man das Lob des VAters Jo BIden zum angeblichen Rückgang der Korruption zur Kenntnis.

Pünklich am 7. Dezember abends begann dann auch wieder der massive Beschuß auf Wohngebiete von Donetzk und Luhansk sowie auf Städte und Dörfer in der Nähe der Frontlinie. Unter der Zivilbevölkerung gab es wieder Tote. Es wurden Raketengeschosse bis 120 mm verwendet. Der Waffenstillstand ist vermutlich von Biden außer Kraft gesetzt worden und es ist damit zu rechnen, daß der Krieg wieder in eine neue, massive Phase tritt.

Biden sprach ebenfalls vor dem Parlament in Kiew! Hier sieht man, wie Biden nach seiner Rede vom Pult weggeht und demonstrativ Poroshenko keinen Handschlag gab:
https://www.facebook.com/dmitro.shcherban/videos/10207254904562258/
Jedem anderen der Kiewer US-MArionettenregierung gab er die Hand, nur Poroshenko ließ er offensichtlich mit Absicht stehen stehen. Das Gleiche machte in der letzten Woche Obama ebenfalls mit Poroshenko! Plant die USA, die Junta in Kiew fallen zu lassen, oder läßt man Poroshenko bewußt ins offene Messer gegen Rußland oder den Donbass laufen? Man spekuliert in der Ukraine, was das nun zu bedeuten hat.

In Odessa werden seit letztem Montagabend massiv Angriffs-Waffen zusammengezogen. Die Waffen wurden kurz nach Verlassen Bidens der Ukraine nach Odessa verbracht.
Der Kriegtreiber USA hat Kiew wieder mit neuen Anweisungen versorgt. Es ist zu befürchten, daß nun ein Angriff auf Transnistrien geplant ist.
Hier ein privates Handyvideo des umfangreichen Waffentransportes:



Die siebte (Zwangs)Mobilisierung für dieses Jahr wurde ebenfalls angeordnet. Alle Wehrpflichtigen sind namentlich erfaßt und werden von der Polizei gesucht. Die meisten zum Wehrdienst gezogenen versuchen, sich der Abschlachterei und den furchtbaren Bedingungen an der Front zu entziehen. Viele versuchen, außer Landes zu kommen.

Die Kiewer Regierung kann sich dadurch an der Macht halten, wenn die Kriegshandlungen im Donbass wieder beginnen, um den Ukrainern zu weiszumachen, daß Rußland die Ukraine wieder angegriffen habe.

Am 10. Dezember fand in der Donbass-Kleinstadt Krasnogorowka eine regelrechte politische Säuberung statt. Krasnogorowka liegt ca. 15 km westlich von Donetzk entfernt und ist seit nun mehr 19 Monaten von der Kiewer Regierung besetzt. 600 bewaffnete Söldner verschleppten unter Anleitung des Geheimdienstes SBU Einwohner der Stadt, die sich negativ über das "Kiewer Regime" geäußert hatten. Die genaue Zahl der Verschleppten ist nicht bekannt, es sollen aber über 100 Personen sein. Auch das ist heimlich mit Handy mitgefilmt worden:

 

 
Über das weitere Schicksal der Verhafteten ist noch nichts bekannt.
   

   

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